Im Internet lauern viele Gefahren – so schützen Sie sich davor! – [2/3]

Nachdem wir uns letzte Woche mit den Grundbegriffen  zum Thema Viren, Würmer und Trojaner beschäftigt haben, zeigen wir euch heute wie man sich effektiv vor den genannten Gefahren schützen kann

Wie schütze ich mich vor Viren, Würmern und Trojanern?

Eines haben so gut wie alle aktuellen Infektionen gemeinsam: Hinter den Angreifern stehen Mitglieder der organisierten Kriminalität. Weltweit werden Gelder in Milliardenhöhe erpresst und gestohlen. Nachdem wir uns letzte Woche Grundwissen in diesem Bereich angeeignet haben bleibt die Frage offen: „Wie schütze ich mich davor?“ – Hier haben wir ein paar Grundregeln zusammengestellt, die man beachten sollte um Sicher im Netz unterwegs zu sein:

  1. Öffnen Sie keine eMail-Anhänge welche Sie nicht erwarten!
    eMails von Fremden, so wissen heute nahezu alle Computernutzer, öffnet man nicht. So weit so gut. Aber was passiert wenn einer Ihrer Freunde oder Bekannten von einem Virus infiziert wurde? Würden Sie eMails von bekannten Personen auch einfach löschen? Sicherlich nicht! Oberstes Gebot: Öffnen Sie nur eMail-Anhänge welche Sie erwarten! Erhalten Sie einen Anhang von einer bekannten Person, fragen Sie vor dem Öffnen nach, ob diese Person den Anhang wissentlich an Sie geschickt hat. Denn auch Freunde und bekannte können von einem Wurm infiziert worden sein und eMails mit gefährtlichen Anhängen verschicken.
     
  2. Seien Sie aufmerksam!
    Überprüfen Sie stets auf welcher Webseite Sie Ihre Daten und Passwörter eingeben. Verwenden Sie keine Links aus eMails und keine Favoriten um Banking- und Shopping-Seiten anzusteuern. Achten Sie darauf dass Sie Ihre Passwörter nur auf verschlüsselten Webseiten eingeben und dass die Adresse stets korrekt geschrieben ist. Gerne registrieren kriminelle Domains mit Rechtschreibfehlern (fiktive Beispiele: paypai.com, pay-pal.com, ibay.de) damit die Opfer den Betrug nicht merken.
    Außerdem: Nutzen Sie keine öffentlichen WLAN-Netze für Online-Einkäufe, Bankgeschäfte usw.! Es könnten sich im selben öffentlichen Netz infizierte Computer oder Smartphones befinden welche die Daten aus dem WLAN abgreifen.
     
  3. Verwenden Sie keine veraltete Software!
    Updates sind ohne Zweifel eine nervige Angelegenheit – aber sie sind wichtig. Mit jedem Programm-Update werden nicht nur neue Funktionen eingefügt, sondern oft auch Sicherheitslücken entfernt. Achten Sie daher darauf, stets mit einem aktuellen Browser im Netz unterwegs zu sein. Auch die Verwendung von veralteten Betriebssystemen (z.B. Windows XP) birgt viele Gefahren für Sie und für andere!
    Auch Programme, welche primär nichts mit dem Internet zu tun haben, sind häufig Einfallstore für Infektionen, wenn diese Sicherheitslücken haben. Daher aktualisieren Sie auch diese (z.B. Adobe Reader, Microsoft Office,…).
     
  4. Speichern Sie keine Passwörter unverschlüsselt im Browser!
    Das Abspeichern von Passwörtern im Browser ist ohne Frage eine komfortable Funktion, um Passwörter nicht bei jedem Besuch neu eingeben zu müssen. Aber diese Passwörter werden normalerweise unverschlüsselt auf der Festplatte abgelegt. Das macht es einem Trojaner sehr leicht Passwörter auszuspähen und weiter zu geben. Wenn Sie jedoch nicht auf diese Komfort-Funktion verzichten wollen, aktivieren Sie z.B. das im Mozilla Firefox eingebaute Crypto-Modul oder verwenden Sie einen Passwort-Safe wie es z.B. im Sicherheitspaket Kaspersky Internet Security implementiert ist.
     
  5. Verwenden Sie sinnvolle Sicherheitssoftware!
    Das Angebot an Schutz-Software ist riesig. Viele Anbieter buhlen regelmäßig um zahlende Kunden. Doch welches ist die sinnvollste Sicherheitssoftware? – Diese Frage ist relativ leicht zu beantworten. Die sinnvollste Software ist eine Lösung welche zuverlässig schützt und die Funktionen hat, die man benötigt. Ein gutes Gesamtpaket an Schutzmechanismen bietet hier z.B. Kaspersky Internet Security – eine Kombination aus klassischem Virenschutz, einer verhaltensbasierten Analyse (um auch unbekannte Schädlinge zu finden), einer Firewall (um die Kommunikation von schadhafter Software zu unterbinden), einem Banking-Modul (welches Ihren Browser vor dem Zugriff von Trojanern schützt), einem Passwort-Safe (zum sicheren Speichern von Passwörtern), einem Spam-Filter (löscht automatisch einen Großteil der gefährlichen eMails), einem Webcamschutz und einer optional zuschaltbaren Kindersicherung.
     
  6. Erstellen Sie regelmäßig Backups!
    Egal ob Hardwaredefekt oder eine Infektion mit Schadsoftware – ein regelmäßiges Backup schützt vor Datenverlust. Mit einer guten Sicherungsstrategie müssen Sie sich zumindest um ihre wichtigen Daten keine Sorgen machen. Eine gute Backup-Lösung bietet z.B. das von uns angebotene Acronis TrueImage. Je nach Bedarf regelmäßig erstellte Backups auf externen Datenträgern bringt Gewissheit – meinen Daten kann nichts passieren! Aber auch hier gibt es zwei Dinge zu beachten: Ein Backup ist nur dann ein Backup wenn es nicht permanent mit dem PC verbunden ist. Sprich: Nach Abschluss der Sicherung sollte man den Datenträger vom PC und vom Stromnetz trennen. Ansonsten droht ein Verlust des Backups z.B. durch Virenbefall oder Überspannung. PS: Günstigen Schutz gegen Überspannungen gibt es hier! 
  7. Geben Sie keine Informationen weiter, welche Sie per SMS erhalten haben!
    Viele Betreiber von Online-Diensten vertrauen mittlerweile auf die sogenannte 2-Faktor-Authentifizierung. Hierbei wird dem Kunden z.B. eine SMS mit einem Code auf sein Mobiltelefon gesendet. Dieser Code muss dann auf der Webseite eingegeben werden, von der die SMS angefordert wurde. Sollten Sie jemals online oder offline nach einem Code gefragt werden, welchen Sie per SMS erhalten haben gilt die Devise: NIEMALS diese Nummern an andere weiter geben. Wenn kriminelle an diesen Code kommen können zugehörige Online-Konten wie z.B. den Microsoft-Account übernehmen.
  8. Rufen Sie keine Rufnummern dubioser Firmen an, die im Internet Hilfestellung anbieten
    Viele kennen die Situation: Plötzlich öffnen sich im Browser Webseiten mit dem Hinweis man habe einen verseuchten oder defekten PC. Dringend soll man nun eine angezeigte Rufnummer wählen. Oft geben sich diese Betrüger sogar als Mitarbeiter großer Computer- oder Softwarehersteller aus und verkaufen Ihnen am Telefon teure Service-Verträge. Diese Masche wird im Fachjargon „Tech Support Scam“ genannt. Die Betrüger leiten das Opfer dazu an, ein Programm herunter zu laden und zu starten. Befolgt man dieser Anweisung hat der Angreifer vollen Zugriff auf den Computer und kann entweder Schadsoftware installieren, Dateien löschen oder einfach Daten abgreifen. Sollten Sie Hilfe mit Ihrem PC über das Internet benötigen, sollten Sie seriöse Angebote wie z.B. unseren Remote-Support in Anspruch nehmen. Seriöse Anbieter von Remote-Support weisen Sie vorher auf alle Kosten hin, bevor mit der Arbeit begonnen wird.


Nachdem Sie nun gut gerüstet sind, schauen wir uns nächste Woche an, was zu tun ist, wenn es doch einmal passiert ist.

Wir wünschen Ihnen eine virenfreie Zeit!

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