Gamescom 2016: Wooting One – Analoge Tastatur ausprobiert

Calder, Erik und Jeroen haben im Juni 2015 beschlossen ihre eigene mechanische Tastatur zu entwickeln. Bereits zu Beginn stand fest, dass es eine analoge mechanische Tastatur sein soll. Nach ersten Umfragen in Foren wurde ein Konzept ausgearbeitet und in weiterer Folge eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne mit fast 900 Unterstützern gestartet. Auf der Gamescom 2016 konnten wir uns selbst ein Bild der analogen Wooting One machen.

Dass die Jungs sehr zielstrebig am fertigen Produkt arbeiten, zeigt sich daran, dass neben dem Prototypen schon eine neue Version der Platine bereit lag. Voller Stolz erzählte uns Jeroen, dass die Hintergrundbeleuchtung jeder einzelnen Taste einstellbar sei und nicht mehr nur einzelne Blöcke, wie bei dem vor uns liegenden Prototypen.

Richtig interessant wird es dann erst unter den Tasten. Anstelle digitaler Switches, die nur zwei Zustände kennen, nämlich an und aus, verhält es sich mit der analogen Wooting One anders. Bei Tastendruck wird nämlich die Drucktiefe abgefragt und dadurch wird die Wooting One wesentlich flexibler und individueller einstellbar. Der Auslösepunkt liegt bei 2 Millimeter bis hinab auf 4 Millimeter. Aktuell wird noch an einem früheren Auslösepunkt getüftelt.

Die Wooting One glänzt überall dort, wo Gamepads einen Vorteil haben. Zum Beispiel kann dadurch in einem Rennspiel präziser gelenkt und mit dem Gas gespielt oder in einem Shooter schneller oder langsamer gelaufen werden. Auf der To-Do-Liste steht zudem eine Zwei-Wege-Aktion. Bei leichtem Druck soll es zum Beispiel möglich sein, eine Aktion in einem Spiel auszulösen und mit vollen Anschlag eine andere. Dieses Feature wird es aber erst zu einem späteren Zeitpunkt geben. Auf dem 2 Kilobyte kleinen Speicher lassen sich vier Profile dauerhaft über ein User Interface abspeichern. Eine zusätzliche Software zur Einrichtung wie bei vielen anderen mechanischen Tastaturen ist somit nicht notwendig und ein großer Pluspunkt der Wooting One.

Unter dem schicken Aluminium-Gehäuse stecken Flaretech-Switches, die wahlweise in der blauen taktilen Variante verbaut sind oder in der linearen roten. Müssen Tasten oder Switches getauscht werden, ist das in nur wenigen Sekunden erledigt. Wie flexibel auch die Außenhaut der Wooting One ist, zeigt sich daran, dass sich das Topcover der Wooting One in wenigen Minuten austauschen lässt. So soll es zu einem späteren Zeitpunkt verschiedene Cover geben. Clans könnten so der Wooting One ihr eigenes Design verpassen.

Selbst die Unterseite der Wooting One ist funktional gestaltet. Das USB-Kabel kann für den Transport abgenommen und auch im angeschlossenem Zustand stört das Kabel der Kabelführungen nicht. Zwei Standfüße sorgen zudem für zusätzlichen Wohlfühlfaktor.

Vorerst wird es nur eine Tenkeyless-Version der Wooting One geben. Jedoch haben die drei Holländer bereits angedeutet, dass später auch eine Variante mit Ziffernblock erscheinen könnte. Die Unterstützer der Kickstarterkampagne sollen noch in diesem Jahr ihre Tastatur in den Händen halten. Im Februar nächsten Jahres planen die drei den offenen Verkauf. Der Preis liegt bei 159 Euro für die Wooting One mit wahlweise blauen als auch roten Switches. Im Paket für 199 Euro liegen beide Switchtypen bei.

Mehr zur Wooting One findet ihr auf der Seite des Herstellers

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