Mehr Transparenz bei Breitbandanschlüssen

Die Bundesnetzagentur will  die Festnetz- und Mobilfunkanbieter zu mehr Transparenz bei den Übertragungsraten ihrer Breitbandanschlüsse verpflichten. Laut dem heute veröffentlichtem Entwurf einer Rechtsverordnung sollen Kunden einen Rechtsanspruch auf Informationen zur konkreten Übertragungsrate bekommen.

Durch den im Sommer 2012 durchgeführten Geschwindigkeitstest der Bundesnetzagentur sah diese hier Handlungsbedarf. Demnach sollen Verbraucher direkt nach Bereitstellung des Anschlusses auf die Möglichkeit hingewiesen werden, einen Geschwindigkeitstest durchzuführen. Dazu will die Bundesnetzagentur selbst einen Geschwindigkeitstest entwickeln und bereit stellen.
Anbietern wird die Möglichkeit gegeben eigene Messverfahren zur Verfügung zu stellen. Weiterhin sollen Kunden genau darüber informiert werden, welche Dienste in ihr Datenvolumen mit einberechnet werden und für welche nicht.

Auch mit ungenauen Angaben zur verfügbaren Bandbreite soll nun Schluss sein. So sollen Kunden bereits bei Vertragsabschluss über die verfügbare Bandbreite informiert werden. Dies gilt auch für den Mobilfunkbereich, hier soll allerdings die  durchschnittliche Bandbreite angegeben werden.

Routerzwang Ade

Kunden soll auch die Möglichkeit gegeben werden, einen eigenen Router zu betreiben. Hierzu sollen die Anbieter verpflichtet werden dem Kunden seine Zugangskennungen mitzuteilen. Die Bundesnetzagentur bezieht sich damit auf eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD, Zwangsrouter der Provider zu verhindern.

 

Auf der monatlichen Rechnung sollen zukünftig auch Informationen zu Mindestvertragslaufzeit und Anbieterwechsel zu finden sein.

Diese Transparenz-Verordnung basiert auf Eckpunkten, die die Bundesnetzagentur 2013 veröffentlicht hat. Bevor der Entwurf in den Bundestag gelangt sind Stellungnahmen bis Ende März möglich.

Ein Kommentar zu “Mehr Transparenz bei Breitbandanschlüssen

  1. Finde ich sehr gut! Auch was den Routerzwang angeht. So entwickelt sich das auf jeden Fall in eine richige Richtung. Das Ei haben sich die Provider ja nun auch selbst im Verlauf der letzten Jahre gelegt. Bin gespannt, ob das alles so durch geht.

    BG,
    Johannes

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