Angezockt: Need for Speed Rivals

Der Branchenprimus hat seinen mittlerweile 21. Ableger der Serie veröffentlicht. Nach den teils heftigen Kritiken am Vorgänger Most Wanted hat Electronic Arts Verbesserungen versprochen. Ob der Publisher aus Redwood City sein Versprechen auch halten konnte, wollten wir nun selbst einmal herausfinden.

Need-for-Speed-Rivals-HD-Wallpaper

„Die Sonne steht tief über dem Horizont, während wir in einer wilden Verfolgungsjagd über den Freeway jagen“ – so oder so ähnlich wollten wir eigentlich diesen Bericht beginnen, geht aber nicht, da wir in einem mehr als nervigen Tutorial festhängen. Dort fragen wir uns erstmal, wieso der Logitech Controller nicht funktioniert. Ganz einfach, er wird nicht unterstützt. Statt dessen müssen wir einen Xbox-Controller verwenden bei dem wir die Belegung nicht verändern können. Nachdem wir das herausgefunden haben starten wir also das Tutorial neu und lassen uns erstmal das einmal eins des „Auto am PC fahren“ erklären und stellen insgeheim irgendwie fest, dass wir das von irgendwoher kennen. Richtig, aus NFS Hot Pursuit (2011), denn das Spielprinzip ist dasselbe und die offene Spielwelt verdammt ähnlich.

Wenn wir dann nach etwa 30 Minuten endlich das erste Mal frei fahren können fällt uns das nächste Ärgerniss auf. Keine Cockpitansicht oder zumindest Motorhaubenkamera. Wieso? Gute Frage, echt gute Frage. Ihr habt also entweder die Wahl, das Auto in seiner totalen von hinten zu sehen oder eben die Kamera vor dem Auto. Eigentlich schon Grund genug das Spiel zu verlassen, zu deinstallieren und sich über das verschenkte Geld zu ärgern. Nur dann wäre dieser Artikel hier schon zu Ende.

Porsche Cayman

Also starten wir unsere Fahrt in einem schicken quietschgelben Porsche Cayman und fahren unser erstes Rennen. Eine Zeithatz über einen Bergpass, durch Tunnel und über Brücken und zum ersten Mal gibt uns das Spiel etwas das uns auch gefällt – eine traumhaft schöne Grafik. Zwar ist der ein oder andere Blendeffekt noch etwas übertrieben, die Atmosphäre die sie erzeugen ist dennoch wunderschön.

Canyon

Solltet Ihr es vorziehen, auf Seiten des Gesetzes Knöllchen zu verteilen, dann habt ihr den wesentlich entspannteren Weg gewählt. Als Gesetzeshüter müsst Ihr nichts für die zahlreichen Streifenwagen bezahlen und könnt auch einfach mal ganz locker durch die Gegend cruisen.

Mercedes C63 AMG Police

Auf Seiten der Racer ist das nicht so einfach. Hier kosten die Nobelkarossen richtig viel Geld und auch das Tuning geht richtig in den virtuellen Geldbeutel. Durch gewagte Manöver, Drifts, Verhaftungen etc. lassen sich Speedpoints verdienen um diese dann umgehend wieder in das Fahrzeug eurer Wahl zu stecken.

BMW M3

Und die Auswahl kann sich sehen lassen, da hier alle relevanten Supersportwagen vertreten sind. Je besser das Auto, desto höher ist auch das Fahndungslevel, was einem irgendwann keinerlei Verschnaufpause mehr gibt, da der starke Reifen des Gesetzes einfach überall ist. Und so wechseln wir immer wieder die Seiten, jagen einmal Raser und lassen uns jagen, und ertappen uns irgendwann dabei, dass es uns einfach Spaß macht, vor allem wenn der erste Ärger über die vertanen Möglichkeiten verflogen ist.

Koenigsegg Agera S Cop

Und ja, es macht wirklich Spaß mit 400 Km/h in einem Königsegg Agera S über einen Freeway zu jagen oder einen Porsche 918 Spyder durch die Serpentinen zu prügeln mit einer ganzen Horde von Polizisten im Schlepptau.

sunset

Fazit: GAME ON! Aber gerade so, weil Need for Speed sich in einer Hinsicht treu bleibt. Das Geschwindigkeitsgefühl ist immer noch da. Die Grafik ist sehr gelungen und trotz zahlreicher Mängel bietet Rivals einiges an Spielspaß. Wer also neben dem normalen Renngeschehen noch Lust auf Action in hitzigen Verfolgungsjagden hat, dem kann man Need for Speed Rivals wirklich empfehlen.

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