Leitfaden zur Datensicherung

Ob Datenträgerdefekt, Virenbefall, Diebstahl oder versehentliches Löschen/Überschreiben – der Daten-GAU tritt oft unerwartet und im ungünstigsten Moment ein. Leider passiert es daher häufig, dass das Thema Datensicherung erst dann aufkommt, wenn es bereits zu spät ist und wichtige Dateien unwiederbringlich verloren sind. Aus diesem Grund möchten wir hier ein paar allgemeine Tipps und Infos festhalten, die Ihnen dabei helfen können, einen ärgerlichen und vielleicht sogar teuren Datenverlust zu vermeiden.

Synology DiskStation DS213+

Backup auf Festplatte

Die einfachste und günstigste Sicherungslösung für Privatanwender ist eine externe USB-Festplatte, die regelmäßig mit der internen Festplatte des PCs/Notebooks synchronisiert wird. Hierbei leistet eine Software wie Acronis True Image wertvolle Dienste, die die Datenbestände zwischen der internen und der externen Festplatte nach einer einmaligen Einrichtung automatisch abgleicht und nur neue bzw. geänderte Dateien kopiert.

Wichtige Daten, die zwischendurch anfallen (z.B. wenn man mit dem Notebook unterwegs arbeitet), sollte man zusätzlich nach jedem größeren Bearbeitungsschritt auf einem USB-Stick speichern, so dass man notfalls immer auf einen aktuellen Stand zurückgreifen kann.

Backup mit der Cloud

Besonders hohe Datensicherheit versprechen die Anbieter von sogenannten Cloud-Diensten. Vor allem für Personen, die viel unterwegs sind, ist eine Datensicherung in der Cloud eine willkommene Alternative. Hier werden die Daten auf einen Internet-Server des Dienstleisters übertragen. Jedoch kann dieses Verfahren je nach Geschwindigkeit der Internetanbindung sehr zeitaufwändig sein. Außerdem sollte man sich genau überlegen, ob man sensible Daten in die Hände Dritter geben möchte.
Persönlicher und unabhängig von Dienstleistern ist die Cloud in den eigenen vier Wänden. Der Routerspezialist AVM bietet seit einigen Monaten den Service MyFritz mittels Firmwareupdate für viele seiner Router an. Benötigt wird neben dem Router ein USB-Stick oder eine externe Festplatte, welche am Gerät angeschlossen wird. Nach einer sehr einfachen Konfiguration kann von der ganzen Welt aus auf den heimischen Router und somit seine Daten zugegriffen werden.

Professionelle Lösung: NAS

Eine nochmals professionellere Variante des Backups bieten sogenannte NAS-Laufwerke. Diese Geräte beinhalten meist mehrere Festplatten, auf die parallel geschrieben werden (RAID). Das bedeutet, dass beim Ausfall einer Festplatte immer noch mindestens eine weitere Sicherung (je nach Raid-Modus) vorhanden ist. Ein NAS-Laufwerk kann meist um weitere Geräte (Drucker, USB-Stick, externe Festplatten) erweitert werden. Die Einstellungs- und Konfigurationsmöglichkeiten sind insbesondere bei Systemen von Qnap und Synology sehr vielfältig. So lassen sich je nach Modell mehrere Benutzer mit unterschiedlichen Zugangsrechten anlegen. Die Verwaltung und Datensicherung kann sowohl vor Ort als auch Online erfolgen. Der Hersteller Western Digital bietet mit der RED-Serie speziell für NAS-Laufwerke optimierte Festplatten an.

Optische Datenträger & Sicherheitsvorkehrungen

Angesichts der heute üblichen Datenmengen ist die Sicherung auf CD, DVD oder Bluray nicht mehr wirklich praktikabel. Diese Methode hat jedoch einen Vorteil: Die Datenträger lassen sich (RW- und RAM-Medien ausgenommen) nur einmal beschreiben – und sind damit immun gegen nachträgliche Änderungen (Virenbefall, unbeabsichtigtes Überschreiben von Daten etc.).
Da dies bei Festplatten & USB-Sticks jederzeit geschehen kann, sollte man die Datenträger nur zu Sicherungszwecken an den PC/Laptop anschließen und anschließend wieder trennen – ggf. auch vom Stromnetz. Damit minimiert man auch weitere Gefahren, wie z.B. Überspannungsschäden durch Blitzschlag. Ist der PC mit Schadsoftware infiziert, sollte man niemals den Backup-Datenträger anschließen, denn damit riskiert man das Backup ebenfalls zu kontaminieren und unbrauchbar zu machen.

Grundsätzlich gilt die Regel: Auf je mehr unterschiedlichen, physikalisch und räumlich voneinander getrennten Datenträger eine Datei hinterlegt ist, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass man sie verliert. Nutzt man konsequent mindestens zwei der beschriebenen Backup-Methoden ist ein Datenverlust nahezu ausgeschlossen. Im Endeffekt ist aber natürlich selbst ein einzelnes Backup immer noch besser als gar keines.

Ein Kommentar zu “Leitfaden zur Datensicherung

  1. Früher mußte man noch umständlich die Daten per Bandsicherung sichern, war total langsam und man war immer ein Stück weit unsicher, ob alles geklappt hat.
    Heutzutage geht das mit externen Festplatten, Blu-Rays bzw. USB-Sticks viel schneller und einfacher.

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