Erfahrungsbericht: Ein Wochenende mit dem Asus Eee Pad Transformer Prime

Schon der Vorgänger des Eee Pad Transformer Prime sorgte mit dem neuartigen Konzept aus Tablet und Tastatur für Furore. Das Prime soll vieles besser machen und ist das erste Tablet mit Nvidias Tegra 3-Prozessor. Direkt beim Auspacken fällt das geringere Gewicht und die bessere Haptik im Vergleich zum Vorgänger auf. Anstelle einer Rückseite aus Kunststoff setzt Asus nun auf Aluminium, welches die Wertigkeit deutlich anhebt. Das Tablet ist auch erheblich dünner geworden und unterbietet das Apple iPad 2 knapp.
Hardware
Im Asus Eee Pad Transformer Prime steckt Nvidias neuer Tegra 3-Prozessor. Es handelt sich somit um das erste in Deutschland verfügbare Tablet mit dem neuen Quadcore-Prozessor. Hinzu kommen noch ein Gigabyte Arbeitsspeicher und je nach Konfigurationsvariante 32- oder 64-Gigabyte-Hauptspeicher, welcher mittels Micro-SD- (Tablet) oder SD-Karte (Keydock) erweitert werden kann. Auch ein USB-Port (Keydock) und ein Micro-HDMI- sowie ein Kopfhörer-Anschluss (Tablet) sind vorhanden. Eine Webcam an Vorder- (1.2 MP) und Rückseite (8.0 MP) gehören ebenfalls zur Ausstattung. Die Bildausgabe erfolgt auf einem 10,1″ großen Multi-Touchscreen mit Super IPS+ Panel und Gorilla-Glas sowie einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixel.

Die Verbindung mit anderen Geräten wird per WLAN 802.11 b/g/n oder Bluetooth 2.1 + EDR aufgebaut. Welch hohe Rechenleistung in diesem Tablet steckt, fällt spätestens beim Betrachten von 1080p Videos auf. Sowohl über Youtube als auch direkt vom Hauptspeicher oder vom USB-Stick geladene Videos werden ohne Ruckeln angezeigt – beeindruckend. Getrübt wird die Medienwiedergabe nur durch den Umstand, dass Asus lediglich einen Lautsprecher an der Rückseite verbaut.

Keydock
Das Keydock besteht im Grunde aus einem riesigen Zusatzakku mit Tastatur und Touchpad, aber genau dieser Umstand unterscheidet das Eee Pad Transformer Prime von anderen Tablets. Das An- und Abstecken des Keydocks funktioniert in der Praxis einwandfrei. Die Tastatur ist zwei Sekunden nach dem Einstecken einsatzbereit. Insgesamt lässt sich der Mechanismus auch wesentlich einfacher bedienen als beim Vorgänger.

Außerdem verfügt die Tastatur über einige äußerst nützliche Zusatztasten, wie zum Beispiel einen Home-Button oder eine Suchen-Taste sowie diverse Multimediatasten. Der Tastenanschlag der Chiclet-Tastatur ist sehr angenehm. Asus hat zudem die gesamte zur Verfügung stehende Breite für die Tastatur genutzt.

Zwar wurde Android vor allem für Toucheingaben optimiert, welche auf dem Prime tadellos funktioniert, aber die Tastatur ist insbesondere bei einer Suche im Internet, Passworteingaben und beim Tippen von Emails oder Texten ein echter Mehrwert und nahezu unverzichtbar. Die Akkulaufzeit wird durch den im Keydock verbauten Akku quasi verdoppelt. Mit dem im Tablet verbauten Akku ergeben sich trotz intensiver Nutzung Laufzeiten von über 15 Stunden. Selbst viele aktuelle Smartphones können hier nicht mit dem Asus Eee Pad Transformer Prime mithalten.

links das Asus Prime, rechts die erste Version des Transformers

Betriebssystem
Bei dem Testgerät ist noch Android 3.2 installiert. Ein Update auf Android 4.0 wurde laut Asus bereits fertiggestellt und befindet sich derzeit bei Google zur Prüfung. Asus rechnet damit gegen Ende des Monats mit der Verteilung des Updates beginnen zu können, dass dürfte das Asus Eee Pad Transformer Prime nochmals attraktiver für potentielle Käufer machen.

Bereits der Sprung von Android 2.x auf 3.x ist beachtlich. Google hat mit der Entwicklung von Android 3.2 eine sehr gute Arbeit geleistet und in vielen Punkten Verbesserungen vorgenommen, welche die Nutzung wesentlich vereinfachen.

Fazit
Asus hat die größten Schwachstellen des Vorgängers ausgemerzt. Das Prime ist nicht nur dünner und leichter sondern auch wesentlich schneller, ohne dass dabei die Akkulaufzeit leidet. Das Alleinstellungsmerkmal des Prime ist das Keydock und derzeit auch noch der Tegra 3-Prozessor sowie in das in wenigen Wochen verfügbare Update auf Android 4.0. All diese Punkte sprechen klar für das Asus Eee Pad Transformer Prime. Bei ARLT wird das Tablet im Laufe der nächsten Woche lieferbar sein. Die hier getestete Version mit 32-Gigabyte-Speicher und Keydock kostet 599 Euro.

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