Test: Corsair Carbide Series 400R

Ein hochqualitativer Midi-Tower von Corsair für unter 100 Euro war bislang ein Wunschtraum, der jetzt mit dem Corsair Carbide Series 400R endlich Realität wird. Neben dem Preis bietet das Gehäuse sehr viele Features die sonst nur in deutlich höheren Preisklassen zu finden sind. Im Lieferumfang befinden sich drei Lüfter, eine Kurzanleitung, ein USB-Connector-Adapter (intern) von USB 3.0 zu USB 2.0, ein Paar Kabelclips und Kabelbinder sowie zahlreiche Schrauben.

Der Korpus des Corsair Carbide Series 400R besteht aus Stahl und die Frontpartie aus hochwertigem Kunststoff. Wie von Corsair gewohnt ist die Verarbeitungsqualität und Stabilität ausgezeichnet. Scharfe Kanten, unsaubere Abschlüsse oder eine mangelhafte Lackierung konnten wir nicht finden.

Für Laufwerke, Festplatten und SSDs stehen vier 5,25″- und sechs interne 2,5″/3,5″-Schächte zur Verfügung, die allesamt mit einem werkzeugfreien, komfortablen und sicheren Schnellmontagesystem versehen sind. Als besonderes Extra sind alle 3,5″-Schächte entkoppelt um die Geräuschkulisse der Festplatten zu reduzieren.

Das Platzangebot im Inneren ist mehr als üppig. In das Corsair 400R passen Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 31,6 Zentimetern. Es stehen außerdem bis zu acht Erweiterungsslots bereit, wodurch selbst die stärksten Grafikkarten im SLI- oder Crossfire-Betrieb Platz finden. Durch die Auswölbung des Gehäuses an den Seitenwänden hat man sehr viel Raum hinter dem Motherboard um sämtliche Kabel sauber verlegen zu können. Dadurch ist es möglich einen ungestörten Luftstrom im Gehäuse zu gewährleisten. Eine großzügig dimensionierte Öffnung am Mainboardtray ermöglicht eine einfache Montage eines CPU-Kühlers mit Backplate ohne die Hauptplatine herausnehmen zu müssen.

Für eine frische Brise im Gehäuse sorgen bis zu zehn 120mm-Lüfter von denen sechs Stück alternativ durch 140mm-Lüfter ersetzt werden können. Hierdurch ist eine leise und trotzdem effektive Kühlung problemfrei machbar. Zusätzlich sind die Lüftergitter im Boden und in der Front mit einem herausnehmbaren Staubfilter versehen. Das Netzteil wird am Gehäuseboden verbaut. Außer den beiden Lüftern in der Front ist ein weiterer, unbeleuchteter Lüfter an der Rückseite des Gehäuses verbaut.

Sollte einem eine Wasserkühlung mehr zusagen, so sind die vier Schlauchdurchlässe an der Rückseite von Vorteil. Außerdem sind die All-In-One-Wasserkühlungen von Corsair mit dem Gehäuse kompatibel.

In der Front finden sich zwei USB-3.0-Anschlüsse, ein Firewire-Port, Anschlussmöglichkeiten für Kopfhörer und Mikrofon, An-/Aus- und Reset-Taste, sowie ein Taster über den sich die weiße Beleuchtung der zwei bereits verbauten Lüfter in der Front ein- bzw. ausschalten lässt.

Fazit

Das Corsair Carbide Series 400R punktet mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität und einer umfangreicher Ausstattung. Das komfortable Schnellmontagesystem ermöglicht einen raschen und werkzeugfreien Einbau des System. Durch die zahlreichen Lüftermontagemöglichkeiten bleibt genug Spielraum für eine effiziente und leise Kühlung. Das üppige Platzangebot im Inneren macht das Gehäuse für Menschen attraktiv, die Wert auf eine solide und hochwertige Verkabelung legen oder ein System mit mehreren Grafikkarten aufbauen möchten. Ein praktischer Griff auf dem Deckel erleichtert zudem den Transport des 8,5 Kilogramm schweren Gehäuses. Mit einem Preis von nur 99 Euro hat der hochwertige Miditower ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, wodurch es für viele Systeme im Mid-Range- und High-End-Bereich zur Zeit eine der beste Optionen darstellt.
Autor: Vladimir Medovy

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